Aktuelle Arbeiten

Schaleninvertguss – Think Betonskulptur

Stephan Ois - Think - Betonhirn-Skulptur 2020, contemporary art in vienna austria

Big Think – Neuroplastik, Wien, 2020, Höhe: 46cm.   Die neue Version der Betonskulptur ist in einem speziell entwickelten Schalengussverfahren hergestellt. Dauer der künstlerischen Umsetzung: ca. 10 Monate. Bisherige Think-Ausstellungsorte (Auswahl): Parallel Vienna, Albertina Wien, Artwalk18, Juwelier Holzhammer, Kunst im öffentlichen Raum, Währinger Straße 91 und demnächst Aumannplatz 2, 1180 Wien (bis vorraussichtlich Ende 2020). Exemplare können nach Terminvereinbarung auch in der factory18 besichtigt werden.

Hart wie Beton und dennoch federleicht

Big Think – Betonskulptur Leichtbauweise

Einmal zu Stein erhärtet, ist Beton aus vielen Gründen das ultimative Material für das klassische Superhirn. Allerdings ist Beton sehr schwer.

Beton leicht zu machen ist eine eigene Kunst, weil er eine extrem hohe Dichte besitzt, also viel wiegt. Darüber hinaus gibt es heute viele moderne Möglichkeiten, Beton in seinen Eigenschaften zu verändern. Leichtzuschläge wie Perlit oder Schaum verringern das Gewicht, aber auch die Festigkeit während Puzzolane, Quarzstaub und Flugasche Beton steinhart machen, aber dafür schwerer. Glasfasern erhöhen die Reißfestigkeit. Die positiven Eigenschaften dieser Materialien kombiniere ich in einer speziellen Gussform nach dem Motto: „Harte Schale – leichter Kern!“

Schalentechnik

 

Die allererste Betonskulptur der Serie „Big Think“ wiegt satte 150kg bei einer Wanddicke von 10 cm.

Think – Neuroplastik – von der Idee zur Skulptur

Stephan Ois - zeitgenössische Kunst Wien

Think – Eckdaten

Entstehung: Wien, August 2018

Maße: 11x11x11cm – entspricht 1,3 Liter Gehirnvolumen

verwendete Grundmaterialien: Beton, Keramik, Gips, Polyurethan, Silikon, Polyester…

Oberflächentechniken: Polimentvergoldung (Silber, Gold, Weißgold, Platin), Farbfassung (Pigmente), Schellackpolitur, Collage…

Idee

„Think“ ist ein Denkspielzeug für selbstreflektierte Menschen, aber auch ein Denkmal, das unserer Gesellschaft von heute gewidmet ist. „Think“ ist in Volumen und Form dem menschichen Gehirn von heute nachempfunden. Der Werkstoff Beton untermauert „Think“ in seiner Eigenschaft der Entgültigkeit – einmal erstarrt, ist seine Form nur noch durch immens hohen Kraftaufwand zu verändern.

„Think“ stellt die Frage, ob wir denken, was wir denken wollen und ob wir überhaupt Urheber des eigenen Bewusstseins sind, oder ob wir im übertragenen Sinne eher behauenen Pflastersteinen gleichen. Eine Frage, die nur jede/r für sich selbst klären kann.

„Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ Francis Picarbia

Werksfotos

Herstellung der Modelliermasse für den Prototyp nach Rezept. Das Bindemittel für die Masse ist Hasenhautleim.

 

Nach dem Anteigen mit Champagnerkreide wird die Masse zum Gehirn mit seinen Windungen modelliert

 

Das getrocknete Modell bekommt eine Grundierung verpasst und wird anschließend fein geschliffen.

 

Gussform für die 2-teilige Version von Think aus Kautschuk – die Stützform besteht aus Gips

Big Think – Entwicklung

Eckdaten

Entwicklung:  Jan-Sept 2019

Maße: 46x46x46cm

Gewicht: 10-140Kg

Material: Estrichbeton, UHPC, Lightcrete (eigenes Rezept), Gips, Gießharz, PU

Oberfächentechniken: Polimentvergoldung, Farbfassung (Pigmente+Kaliwasserglas), Schellackpolitur, Collage…

Ausgangsmaterial für die große Version von Think sind Leichtschaumplatten.
Auf die Haftbrücke wird Modellierton aufgebracht.

Big Gussform